im namen der lippischen rose

Ein Hörstück nach dem Lippiflorium des Magister Justinus

13. Jahrhundert:
Es ist die Zeit der Städtegründungen und der blutigen Fehden.
Bernhard II. ist ein Ritter dieser Zeit. Sein Aufstieg als lokaler Herrscher, sein Abstieg durch schwere Krankheit, seine Besinnung auf die Kirche und schließlich sein letzter Kreuzzug wird im Lippiflorium des Magister Justinus beschrieben.
Ein Heldenepos des Mittelalters, untermalt und kontrastiert von Klängen des Weltjugendtages in Köln und des Sparrenburgfestes in Bielefeld, die beispielhaft für den heutigen Umgang mit Mittelalter und Christentum stehen.

Bernhard II., Edelherr zur Lippe (1140 – 1224)
Er folgte 1167 seinem Vater, Hermann I., in der Herrschaft Lippe und war ein getreuer Gefolgsmann Heinrichs des Löwen.  1185 gründete er mit vielen anderen westfälischen Adligen das Zisterzienserkloster Marienfeld und wurde 1189 Vogt des Augustinerklosters Freckenhorst. Er gründete die Städte Lippstadt und Lemgo. Eine schwere Erkrankung veranlaßte ihn, die Herrschaft über seine Besitzungen seinem ältesten Sohn Hermann II. zu überlassen und in das Kloster Marienfeld einzutreten, wo ihm eine Wunderheilung zuteil wurde. 1211 zog er mit Mönchen aus Marienfeld nach Dünamünde und wurde dort Abt. 1218 weihte ihn sein Sohn Otto zum Bischof von Selonien. Während seines vielfältigen Wirkens in Livland war er Parteigänger des Schwertbrüderordens und nahm an den Kämpfen in Estland teil. Als Zisterzienser war er politisch und kämpferisch tätig und wurde nach seinem Tode als Seliger verehrt. Um 1260 hat Magister Justinus ihm in seinem Lippiflorium ein poetisches Denkmal gesetzt.

CD 49:39 min

Lederhülle mit Prägung und Banderole