Vorschau

12.04. Wasser – das sensible Chaos, Bad Kissingen
26.04. Konzert mit Radim Hanousek, Cafe Ponava, Brno
27./28.4. Workshop Holistic Caring, Brno
tba Workshop bei der DROBS Herford
tba Resonanz, 4 site specific performances, Osnabrücker Land

Wasser – das sensible Chaos

Eröffnung des Festivals kunst & gesund

Das sensible Chaos – so nannte Novalis das unentbehrliche, lebensvermittelnde und lebenserhaltende Element der Erde: das Wasser, der noch nicht festgelegte, jederzeit von außen bestimmbare Träger aller lebendigen Gestaltung.

Inspiriert von den Arbeiten des Wasserforschers Theodor Schwenk und seinem Buch „Das sensible Chaos“ aus dem Jahre 1962, in dem er sich über die Phänomenologie der Formbildungen des vitalen Wassers dem grundlegenden Verhältnis von Wasser und Leben annähert, wird in diesem Projekt Wasser in die Welt von Klang, Tanz, Film und Text transformiert.
Das gesamte tänzerische Konzept der weltweit arbeitenden Japanerin Minako Seki basiert darauf, dass der menschliche Körper zum größten Teil aus Wasser besteht und somit einem Wassersack gleicht. Hieraus entsteht eine ganze Welt an Bewegungen.
Auch die Musik von Willem Schulz folgt den Gesetzen des Fließens, der Hingabe und der permanenten dynamischen Veränderung.

In dem konkret für die Eröffnung des Festivals kunst & gesund entwickelten Auftragswerk wurde die Performance aus der künstlerischen Erforschung des Themas Wasser entwickelt. Zunächst werden die vielfältigen Erscheinungsformen des Wassers wie tropfen, fließen, strömen, wirbeln erlebbar gemacht.
Zum komplexen Thema Wasser gehören aber auch viele andere Seiten:
die Gewalt des Wassers, aufgewühlt, gefährlich, überschwemmend und zerstörend.
In einer Welt, in der die Ressourcen sauberen Wassers immer mehr zerstört und verschmutzt werden, wird der Zugang zu gesundem Wasser immer schwieriger.
Wasser ist ein hochsensibles Element, das in der Lage ist Informationen aufzunehmen und abzugeben.
Es kann uns beleben und heilen und wir wiederum haben es an vielen Orten zu heilen.
„Das Wasser strebt immer nach Gleichgewicht.“ Theodor Schwenk

Mit der finnisch-stämmigen Sängerin Anna-Katariina Hollmerus kommt die Magie und Weite des Nordens in die Musik. Sie hat einen starken Bezug zu dem Weg der Heilung, den samische Schamanen gehen, sowie zur heilenden Qualität des Wassers.
Fanja Raum bringt mit ihrem Sopransaxophon den Ruf von unterschiedlichen Positionen des Raumes ins Spiel, warm und voller Seele aber auch warnend, erinnernd, fragend.
Marcus Beuter ist Experte für field recordings, d.h. er bringt O-Ton-Aufnahmen und modifizierte Klänge ins Geschehen ein und versetzt damit den Hörer unmittelbar in die Nähe eines Bachlaufs oder in den Regenwald des Amazonas.
Willem Schulz erzeugt auf seinem Cello nicht nur Farben, Strukturen und Gebilde unerhörter Vielfalt, er nimmt das Instrument auch als Objekt der Performance. Er schleudert sein Instrument um sich herum und entfacht damit einen akustischen Wirbelsturm.
Alexandra Konochenko aus Minsk schafft mit ihren großformatigen Video-Projektionen experimentelle Bilder in mikro- und makrokosmischer Perspektive.
Der Schauspieler Nils Willers lässt in die Performance Texte einfließen und hat zusätzlich das Lichtdesign entwickelt.

Donnerstag, 12. April 2018, 19 Uhr im Max-Littmann-Saal, Regentenbau, Bad Kissingen

Cooperativa Ensemble – 5 Seen

Im Rahmen von „Eine Lange Nacht Musik“ am 7.4.18 wird die Komposition 5 Seen uraufgeführt:

Xu Fengxia und das Cooperativa-Ensemble (Shanghai – Bielefeld)
„5 Seen“, eine inszenierte Raum-Komposition von Xu Fengxia und Willem Schulz für Guzheng, Sanxian, chinesischen Gesang und das Cooperativa-Ensemble.
Uraufführung eines Auftragswerkes des Landesmusikrates NRW

Samstag, 7.4., 21 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld

Werkstattschau zum Thema „UN-VOLL-KOMMEN“

Die Menschheit ist seit ihrer Existenz auf der Suche nach Vollkommenheit. Dabei stossen
wir immer wieder an Grenzen die wir als „Unvollkommenheit“ wahrnehmen. Ist diese
„Unvollkommenheit“ ein gesellschaftliches Phänomen, das durch Modeerscheinungen,
wissenschaftliche Erkenntnisse, oder religiöse Normen bestimmt wird?
Gleichzeitig ist „Unvollkommenheit“ auch Ansporn zur Suche und zum ständigen Lernen.
Dieses Spannungsverhältnis ist Ausgangspunkt für unser interdisziplinäres Musik-Tanz-
Theaterstück „UN-VOLL-KOMMEN“.
6 Künstler und Künstlerinnen geben in einer Werkstatt-Schau Einblick in ihre Experimente
zum Thema „Un-Voll-Kommen“. In szenischen Beispielen stellen die Musiker, Tänzerinnen
und Bildende Künstlerin Skizzen und Fragmente Ihrer einwöchigen Forschungsarbeit vor.
Im Anschluss an die Darbietungen laden wir zu einem Gespräch und zum gedanklichen
Austausch zur Thematik bei Getränken und Snacks ein.
Großzügige Spenden sind erbeten!
Christine Grunert Tanz
Agnetha Jaunich Tanz
Veronika Witte Bildende Kunst, Video
Andreas Hermeyer Akkordeon
Marcus Beuter Sounds, Laptop
Andreas Kaling Saxophone

Capella hospitalis, Sonntag 11.02.2018, 17:00Uhr

Konzert des Cooperativa Ensembles zur Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der Cooperativa Neue Musik findet am 9. Januar 2018 um 20.00 Uhr in der Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50 statt.
Das Cooperativa – Ensemble spielt eine Auswahl von Werken und Improvisationen aus verschiedenen Konzertprogrammen 2017. Außerdem zeigt eine Fotodokumentation die Live-Bespielung zur Eröffnung der Klanginstallation in Lemgo.

Istanbul

Zusammenarbeit mit der Musikethnologin Nil Basdurak zu ihrem Projekt der sich verändernden Soundscape in Beyoglu, eines sich durch Gentrifizierung im raschen Wandel befindenden Stadtteils Istanbuls.

Soloperformance im Rahmen der Free Music Night „Take the AID Train“ im Kaset Mitanni, Istanbul, Donnerstag, 14.12., 22 Uhr

Thematischer Soundwalk zur Gentrifizierung Beyoglus, Samstag, 16.12., 15 bis 18 Uhr, Hazzopulo 1, Istanbul

Pauline Oliveros – Der lange Weg des Hörens

Pauline Oliveros (1932 – 2016), Musikerin und Komponistin ist durch mehrere ihrer Lebensstationen bekannt geworden. Sie war eine frühe Protagonistin der improvisierten Musik, experimentierte mit elektronischer Musik, arbeitete am richtungsweisenden San Francisco Tape Music Center und war schließlich Mitbegründerin des Deep Listening Institutes, dem sie bis zu ihrem Tod aktiv verbunden war.
Pauline Oliveros lebte ihr Leben lang für das Hören und Zuhören.
Ein Jour fixe zu ihrem Leben mit Musikbeispielen und einer Einführung in das Deep Listening.
Gestaltet von Marcus Beuter.

Jour fixe der Cooperativa Neue Musik
Montag, 4.12., 20 Uhr, Capella hospitalis, Teutoburgerstr. 50, Bielefeld

Vernissage der Klanginstallation subversiv an der Universität Bielefeld

Klanginstallation
subversiv
Bauzaun am ehemaligen Haupteingang der Universität Bielefeld
23.11. bis 20.12. 2017
Eröffnungsveranstaltung der BAUKULTUR an der UNI:
Donnerstag, 23.11. 17.30 Uhr

Zur Eröffnung spielt das Cooperativa Ensemble live und leitet direkt in die Installation über.

Das Cooperativa Ensemble realisiert 2017 an 3 Orten der OWL-Region Klanginstallationen im öffentlichen Raum. Deutlich unterschiedliche Orte werden über mehrere Wochen klanglich subtil verändert, um Passanten zu neuen Erfahrungen auf ihren alltäglichen Wegen zu inspirieren.
Nach Interventionen in einer kleinen Seitenstraße in Halle/Westfalen und oberhalb von und mit Blick auf Lemgo, wird die Installation abschließend am Bauzaun vor dem ehemaligen Haupteingang der Universität Bielefeld, den täglich tausende von Menschen passieren, zu erleben sein.

Die Mitglieder des Cooperativa Ensembles haben nach einer Konzeption von Willem Schulz Materialien für die Installationen eingespielt. Die Komposition für 6 Lautsprecher erstellte Marcus Beuter.
Das Konzept basiert auf unterschiedlichen Assoziationen, wie Düfte, Schwärme, Winde, aber auch Unbekannte Sprachen oder Punkte und Linien sind Themen.
Das Ensemble verfügt über ein breites musikalisches Spektrum: diverse Instrumente, Gesang, Text und Elektronik bringen Klänge verschiedenster Art ein.

DEKADENZ PLUS

Cooperativa Ensemble Bielefeld

Montag, 20.11.2017, 18.30 Uhr
Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
[Eintritt: 13,- / erm. 6,50,-] VVK: Kunsthalle

Konzert zur Ausstellung „Der böse Expressionismus“

DEKADENZ PLUS

Anke Züllich-Lisken – Sopran, Monochord
Gerd Lisken – Klavier
Willem Schulz – Cello
Marcus Beuter – Fieldrecordings, Live-Elektronik

In Bezug zu der Ausstellung „Der böse Expressionismus“ präsentiert das Cooperativa Ensemble ein Konzert in Quartettbesetzung: das seit 45 Jahren bestehende TRIO DEKADENZ trifft dabei auf die Live-Elektronik von Marcus Beuter. Thematisch geht es – sozial- wie kunstgeschichtlich – immer wieder um die Befreiung von Gewohnheiten, von Zwängen und Tabus. Um die Brisanz eines radikalen subjektiven Weges. Um ein geöffnetes Zusammenwirken. Und die Chance, im Zerfall alter Konstrukte den Nährboden für Neues zu entdecken.
In dem Konzert spiegeln die MusikerInnen die Radikalität der Expressionisten auf verschiedene Weise mit musikalischen Konzepten und Werken der letzten 60 Jahre.

Programm

Freie Improvisation
Heinz Holliger – Elis: 3 Nachtstücke für Klavier (1961)
Marcus Beuter – schmerz (2014)
Improvisation
Anke Züllich-Lisken: Der helle Abgrund (2017)
Willem Schulz – Zyklon (2011)
Karl-Heinz Stockhausen „Aus den sieben Tagen“: Richtige Dauern (1968)
Freie Improvisation

Gefördert durch die Hanns-Bisegger-Stiftung