Don Quijote

Mit namhaften Schauspielern und Künstlern aus Wuppertal und der Region realisiert Robert Sturm 2017 eine Neuinszenierung von Miguel de Cervantes´ DON QUIJOTE DE LA MANCHA.

Miguel de Cervantes’ Geschichte über den „Ritter von der traurigen Gestalt“ gehört zu den größten und berühmtesten Werken der Weltliteratur. Dieser Roman ist vieles: Er ist lustig und traurig in einem, er ist eine derbe Kritik an den damals herrschenden gesellschaftlichen Zuständen in Spanien, und zugleich ist er ein großer Spaß, der aus einer wunderschönen Sprache gemacht ist.

Jedes Kind kennt zumindest eine der zahlreichen Episoden um den „Ritter von der traurigen Gestalt“; der „Kampf gegen Windmühlen“ ist zum Sprichwort geworden. Begleitet von seinem „Knappen“ Sancho Pansa macht sich Don Quijote auf die Reise, um Gutes zu tun und seine Ideale zu leben. Dabei besteht er Abenteuer, wo es nichts zu bestehen gibt. Er hält Windmühlen für Giganten, Hammelherden für feindliche Armeen, Herbergen für Schlösser und ein einfaches Bauernmädchen für seine vornehme Herrin. Don Quijote ist ein Idealist, welcher mit der Realität in Konflikt gerät und schließlich daran scheitert.

Marcus Beuter: Klanggestaltung

11.| 14.| 16.| 17.| 25.| 26.| 30. Mai und
3.| 4.| 5. Juni 2017 jeweils 19.30 Uhr
RIEDEL Communications, Halle V, Wuppertal
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forgotten beim Sound of Memory Symposium

Vom 22. bis 24. April findet an der University of Kent in England das Sound of Memory Symposium statt.
Das Hörstück forgotten wird dort aufgeführt.

forgotten ist ein Stück über eine im Krieg vollkommen zerstörte Stadt im Südkaukasus.
Krieg ist für jede Gesellschaft eine Ausnahmesituation. Er erzeugt kollektive Traumata und die Menschen, die ihn erleben, müssen individuell mit den Auswirkungen zurecht kommen.
Krieg ist immer präsent, es herrscht immer Krieg.
In Ländern wie dem unsrigen, auf dessen Boden zur Zeit kein Krieg herrscht, sind wir es gewohnt, dass einzelne Kriege in den Nachrichten auftauchen und wieder verschwinden, ohne dass es einen direkten Einfluss auf denjenigen hat, der die Nachrichten verfolgt.
Viele Kriege wurden vergessen, verloren wir aus unserem Fokus.

forgotten ist über einen dieser Orte, an dem bis heute kein Frieden herrscht, an dem ein vergessener Krieg stattfand.
Das Stück handelt von einem einzelnen Tag, an dem ich mit einem französischen Künstler versuchte zu der ehemaligen Stadt zu gelangen, die in einer Pufferzone zwischen den Kriegsparteien im Niemandsland liegt. Es handelt von dem langen Weg dorthin und schließlich der überraschenden Begegnung mit Schäfern als ich alleine in der geschliffenen Stadt unterwegs war.
Das Stück handelt von einer vergessenen Stadt, einem vergessenen Krieg, von vergessenem Leid.

Es kann hier nachgehört werden.