safety cones

Am Samstag, den 30.10.2010 werden ab 16.00 Uhr die Safety Cones von Dennis Oppenheim am Bergertor in Herford feierlich enthüllt.

Dies wird mit einem großen Fest begangen, bei dem auch Plots de travaux auftreten werden. Plots de travaux sind Angelika Höger (Housewife Engineering), Stan Pete (Elektronikdämonen) und ich (fragmentrecording). Zusammen mit vielen anderen Künstlern werden wir mit der Stadt Herford eine würdige Übergabe öffentlicher Kunst begehen.

Nähere Informationen zum Ablauf:

marta-herford.info

marta-herford.info/wp-content/uploads/2010/09/Safety-Cones.pdf

letzte nacht

heute möchte ich sehr kurzfristig auf die ausstrahlung eines hörstückes bei bayern 2 aufmerksam machen:

letzte nacht wird am freitag, den 15.10. ab 20.30 uhr in der artmix.galerie ausgestrahlt. da die wenigsten den bayerischen rundfunk über antenne empfangen können hier ein link für den live stream im internet:

www.br-online.de/bayern2/index.xml

und wer es am freitag abend nicht live hören kann, der kann sich danach das stück als podcast herunterladen:

www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/wettbewerb-artmix-galerie-time-is-on-your-side-ID1260875158173.xml

letzte nacht stellt im zeitraffer eine nacht voller träume dar. die ausschreibung gab vor, sich mit der zeit als formales element auseinander zu setzen.

Diagonale 2010

In der Kreuzung liegt die Geburt des Neuen

DIAGONALE wurde UNESCO-Projekt

Einen großen Erfolg kann die Bielefelder DIAGONALE mit dem diesjährigen Thema NEUE HEIMATKLÄNGE bereits feiern, bevor sie zum 4. Mal die gesamte Bielefelder Oetker-Halle in ein klingendes Laboratorium verwandelt: Die Pariser Unesco-Zentrale ernannte sie als deutschen Beitrag zum „Jahr der Annäherung der Kulturen“. Damit intergriert sich die DIAGONALE in ein Netzwerk weltweiter kultureller UNESCO-Projekte.

NEUE HEIMATKLÄNGE

Was sind neue Heimatklänge oder was können sie sein? Wie kann Altes und Neues sich künstlerisch aufeinander beziehen? Die japanische Tänzerin Minako Seki sagt: „Wenn ich auf der Bühne stehe, spüre ich eigentlich immer die Landschaft meiner Kindheit im Rücken.“ Ist Heimat eine Melancholie? Ist sie eine bleibende Kraft? Was bestimmt ein Heimatgefühl und kann dieses sich ändern? Wie verhalten sich bei Migrationen die alte und die neue Heimat zueinander? Kann Heimat auch vorwärtsgewandt sein, gestaltbar? Gibt es gar eine ortsfreie Heimat und wenn ja, wie hört sie sich an?

Ein hoher Prozentsatz unserer Bevölkerung hat seine Wurzeln in anderen Kulturen. Musik ist ein starkes Mittel, den Kontakt sowohl zu der alten Heimat zu halten, wie auch zu den eigenen ethnischen Kreisen in dem neuen Lebensumfeld. Traditionen werden deshalb in besonderem Maße gepflegt. Zugleich ist die Distanz zur neuen kulturellen Umgebung oft groß. Hier setzt die DIAGONALE 2010 an: Immigrierte Musiker und Musikerinnen jeglicher Abstammung, die in Deutschland leben – viele davon aus der Region – sowie innovative Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Genres wurden eingeladen, in dem großen Spielfeld zwischen kultureller Tradition und Innovation neue, pointierte Projekte zu entwickeln.

In der Kreuzung liegt die Geburt des Neuen. Der praktische Dialog zwischen Künstlern völlig unterschiedlicher Herkunft und Ausdrucksform bringt ungeahnte Kreationen hervor und erzeugt Ideen und Visionen für gemeinsame Kommunikation und Projekte.

77 Bewerber wurden ausgewählt, die sich in 28 diagonalen Projekten zusammentaten. Hier findet seit Wochen und Monaten ein forschender Dialog zwischen ethnischen kulturellen Wurzeln aus über 20 Kulturen und neuer Musik statt. Neue Musik aus Klassik, Jazz, Rock, Noise, Elektronik, Installation. Experimentiert, komponiert, konzeptioniert oder improvisiert. Gespielt von Laien, Semiprofis und Profis aller Generationen. Tangiert durch Tanz, bildende Kunst, Film, Text und Performance. Ergebnisoffene Prozesse. Die Ergebnisse sind radikal oder subtil, tiefernst oder humorvoll, strukturell oder gemütvoll – immer einzigartig. Das Publikum hoffentlich quer gemischt. Sich selbst in der Vielfalt zu finden, ist das Abenteuer eines kreativen Hörers!

Die Veranstalter verstehen die DIAGONALE als Katalysator, als Anstiftung zu Neuem. Durch die bisherigen 3 DIAGONALEN entstanden bereits zahlreiche neue Kontakte, Projekte und Vernetzungen in der regionalen und überregionalen Musik- und Kunstszene. Die Idee geht auf.

9.10.10

ProgrammAblauf

· 19 Uhr

All Over IV, eine Inszenierung von Willem Schulz

· 20 – 24 Uhr Zu jeder vollen Stunde 6 Parallelkonzerte à 40 Minuten.

Es spielen jeweils 2 verschiedenartige Formationen im Dialog (s.Programm).

· 24 Uhr Gemeinsames Abschluß-Konzert im großen Saal.

In direkter Folge ist jede Formation mit einem 3-minütigen Auftritt beteiligt.