Vorschau

21.-23.4. FRAGMENTOS, Fotografien zu einer Performance des Colectivo Limiar und des Colectivo Cartográfico
22.-24.4. forgotten beim Sound of Memory symposium, University of Kent
11.,14.,16.,17.,25.,26.,30.5. und 3.,4.,5.6. Don Quijote de la Mancha, Wuppertal

forgotten beim Sound of Memory Symposium

Vom 22. bis 24. April findet an der University of Kent in England das Sound of Memory Symposium statt.
Das Hörstück forgotten wird dort aufgeführt.

forgotten ist ein Stück über eine im Krieg vollkommen zerstörte Stadt im Südkaukasus.
Krieg ist für jede Gesellschaft eine Ausnahmesituation. Er erzeugt kollektive Traumata und die Menschen, die ihn erleben, müssen individuell mit den Auswirkungen zurecht kommen.
Krieg ist immer präsent, es herrscht immer Krieg.
In Ländern wie dem unsrigen, auf dessen Boden zur Zeit kein Krieg herrscht, sind wir es gewohnt, dass einzelne Kriege in den Nachrichten auftauchen und wieder verschwinden, ohne dass es einen direkten Einfluss auf denjenigen hat, der die Nachrichten verfolgt.
Viele Kriege wurden vergessen, verloren wir aus unserem Fokus.

forgotten ist über einen dieser Orte, an dem bis heute kein Frieden herrscht, an dem ein vergessener Krieg stattfand.
Das Stück handelt von einem einzelnen Tag, an dem ich mit einem französischen Künstler versuchte zu der ehemaligen Stadt zu gelangen, die in einer Pufferzone zwischen den Kriegsparteien im Niemandsland liegt. Es handelt von dem langen Weg dorthin und schließlich der überraschenden Begegnung mit Schäfern als ich alleine in der geschliffenen Stadt unterwegs war.
Das Stück handelt von einer vergessenen Stadt, einem vergessenen Krieg, von vergessenem Leid.

Es kann hier nachgehört werden.

} JUST { und freie Improvisation

Am Mittwoch, den 29.3. findet in der Cia Mungunzá in São Paulo ein Abend mit zwei Performances statt.

} JUST {
Hommage à déconstruction

Ein Tanz in Stille.
Zu einer Musik, die nur die Tänzerin hören kann.
Improvisierte Musik inspiriert von den Bewegungen der Tänzerin.
Ein Konzert ohne Bewegungen.
Für einen Tanz, der gerade aufgeführt wurde.

Tanz: Maristela Estrela
Musik: Marcus Beuter
Produktion: Agnes Lundgren und Marcus Beuter

Im Anschluss findet eine freie Improvisation mit den Tänzerinnen von Núcleo Cinematográfico de Dança und Musikern des Labels Al Revés statt.

Die Grenzen zwischen Bewegung und Klang, Körper und Geräusch werden fließend. Der Raum zum Spielplatz. Tänzerinnen mit Kontaktmikrofonen, der Herzschlag des Musikers als Rhythmus, die Wände als Membran.

Tanz: Maristela Estrela, Mariana Sucupira
Musik: Bruno Hiss, Alexandre Marino, Marcus Beuter

In Dark Trees Saida #1

Am Sonntag, den 26.3. findet eine Preview des neuen Stücks In Dark Trees in Espirito Santo do Pinhal, São Paulo statt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenarbeit mit der Tanzcompagnie Núcleo Cinematográfico de Dança.

Gehe hinaus. Höre dem Äußeren zu. Du musst in diesen dichten und fast lichtlosen Raum gehen, um gemeinsam schlendern zu können. Und um länger bei den Bildern zu verweilen, dich herauszuziehen von den Bedeutungen, die sich dir gleich erschließen.
Hände halten. Verliere in dieser Dämmerung die Grenzen des Raums und des eigenen Körpers. Eine vibrierende Schwingung zwischen Körpern, die in der Auflösung nachhallt. Um in der Dunkelheit folgen zu können, musst du dich auch dem Zuhören öffnen, wie bei der Durchquerung eines dichten Waldes. Klänge sind wie ein möglicher Führer, um einen Weg zwischen den Zweigen zu sehen.
In dark trees. Berühren. Und verstehen, dass Dunkelheit nur der Weg ist. Ein Übergang zwischen Katastrophe und Wiederherstellung.

concerto a quattro für Globophon

Im Rahmen des Konzerts „AUF – ZU“ wird die 4-Kanal-Komposition concerto a quattro aufgeführt.
Donnerstag, 2. Februar, 19.30 Uhr
Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz, Köln

Kindern eine Stimme geben – Stapelmusik

Im AlarmTheater findet die Veranstaltung OWL Come Together statt. Künstlerinnen und Künstler und Einrichtungen aus der Region OWL haben 2016 jeweils eigene Kunstprojekte durchgeführt. Das AlarmTheater öffnet nun seine Türen und lädt gemeinsam mit den Künstlern und Kooperationspartnern zu Ausstellungen der Projektprozesse und –ergebnisse sowie zum Dialog ein. Die Projekte durchdringen die verschiedensten Wirklichkeiten der Menschen und laden die Besucher ein, einen künstlerischen Blick über den Tellerrand zu wagen.
Hierbei präsentiere ich Kindern eine Stimme geben – Stapelmusik. In einem mehrwöchigen Workshop haben Kinder suchterkrankter Eltern mit Kontaktmikrofonen akustisch ihre Umwelt untersucht. Aus den Aufnahmen und ihren Vorgaben enstand die Komposition Stapelmusik.
AlarmTheater, Gustav-Adolf-Str. 17, Bielefeld, Sonntag 4.12., 18 – 20 Uhr

Klangnetz – Cooperativa Ensemble

Eine musikalische Inszenierung der Altstädter Nicolaikirche

Montag, 14.11. 2016, 20 Uhr

Das 2014 gegründete Cooperativa Ensemble tritt in seinem neuen Projekt musikalisch in Dialog mit dem Kirchenraum der Altstädter Nicolaikirche, ihrer Architektur und Gestaltung, ihrer Stimmung und Akustik, ihrem Wesen und ihren besonderen Möglichkeiten. Kompositionen und Konzepte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts sowie freie Improvisationen werden in Ensemble- und Solostücken als räumliche Performance inszeniert. Das Publikum sitzt mitten drin.
Jeder Musiker tritt in dem Programm mit einem aktuellen Solowerk auf. Die Musiker spielen im ganzen Raum verteilt, durchkämmen diesen, um sich zu bestimmten Werken immer wieder neu zu formieren. Dabei werden sowohl die akustischen als auch die materiellen Möglichkeiten – wie z.B. die hölzernen Kirchenbänke – ausgelotet.

Im 10-köpfigen Ensemble wirken mit: Edith Murasova – Mezzosopran, Anke Züllich-Lisken -Sopran, Violine, Monochord, Heidemarie Bhatti-Küppers – Text, Reinhold Westerheide -Gitarre, Stefan Kallmer – Klarinette, Willem Schulz – Cello, Gerd Lisken – Klavier, Angelika Höger – Kinetische Klangkunst, Peter Schwieger – Synthesizer, Electronics, Toys, Marcus Beuter – Laptop, fieldrecordings.

Das Konzert wird von der Cooperative Neue Musik veranstaltet und gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

Schwellenbereiche

Zwischen September und November 2016 finden 5 Raumbespielungen in ausgewählten Kunstvereinen in Ostwestfalen/Lippe durch das Trio Geplante Obsoleszenz statt.
25.09. ARTD Driburg
06.10. Kunstverein Kreis Gütersloh
30.10. Städtische Galerie Eichenmüllerhaus
07.11. Jour fixe zum Projekt, Capella hospiltalis
17.11. Kunstverein Oerlinghausen
24.11. Kunstverein Bielefeld
Weitere Angaben unter www.geplante-obsoleszenz.eu
gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen